Hs Passacaglia und Chaconne
Montag, Beginn: 11:15, Dauer: 1:30, Raum L119
Bereich: Passacaglia (18. Jahrhundert)
In diesem Seminar werden in erster Linie Passacaglia- und Chaconne-Kompositionen aus der zweiten Hälfte des 17. und ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts analysiert, wobei die Erkenntnisse der Analyse in Stilübungen erprobt werden können. Exkurse zur Vorgeschichte und zu ausgewählten Werken aus späterer Zeit dienen der historischen Einordnung der erlernten Klangtechniken. Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur Darstellung des Themas in der Schule aufgezeigt (vgl. Bayerischer Lehrplan Mu 6.3 und Mu 7.3)
Ps Generalbass und Partimento
Montag, Beginn: 13:15, Dauer: 0:45, Raum L119
Bereich: Stimmführung und Harmonie
Das Seminar bietet eine Einführung in die Welt des Generalbasses. Neben rein technischen Fragen (Was bedeuten die Ziffern? Was ist bei der Stimmführung zu beachten?) wird ein Schwerpunkt auf der Oktavregel (Regola dell'ottava) liegen sowie der Bedeutung von Generalbässen für die Improvisations- und Kompositionsdidaktik des 18. Jahrhundert.
Ps Modell und Satzmodell
Montag, Beginn: 14:15, Dauer: 0:45, Raum L119
Bereich: Harmonie und Stimmführung
Die Forschungen von Carl Dahlhaus (›Satztypen und -formeln des 15. und 16. Jahrhunderts‹) haben die Entwicklung des Ausbildungsfachs Musiktheorie in Deutschland maßgeblich beeinflusst. In diesem Seminar werden verschiedene Satzmodelle (Quintfallsequenz, Parallelismus, zur Modulation etc.) vorgestellt, praktisch geübt sowie in der musikalischen Analyse angewendet. Darüber wird die Bedeutung von Modellen für die Musiktheorie und die musikalische Analyse thematisiert.
Hs Wissenschaftliches Arbeiten
Dienstag, Beginn: 12:15, Dauer: 1:30, Raum L119
Bereich: Weiterführende Themen der Musiktheorie
In dem Seminar werden einerseits grundlegende Standards wissenschaftlichen Arbeitens vorgestellt, andererseits erfolgt eine Einführung in die Arbeit mit technischen Hilfsmitteln. Darüber hinaus wird der Einsatz des Internets für das wissenschaftliche Arbeiten geübt (Buch- und Aufsatzrecherche in Katalogen, im RILM, in Subito und anderen Datenbanken sowie die Operatorensuche bei Wikipedia und Google). Das Seminar dient dem Erwerb von Kompetenzen für Zulassungs- und Diplomarbeiten sowie der Vorbereitung des schriftlichen Staatsexamens (Analyse). Für die Schwerpunktbildung Musiktheorie im Lehramtsbereich ist die Belegung des Seminars empfohlen.
S Instrumentieren einer Vorlage für Orchester (Projekt)
Dienstag, Beginn: 14:15, Dauer: 1:30, Raum L119
Bereich: Projekt
In diesem Seminar werden Orchesterbearbeitungstechniken anhand verschiedener Stile erprobt, wobei es Ziel des Seminars ist, eine Instrumentationsarbeit für Orchester auszuarbeiten sowie deren Notat in digitaler Form herzustellen (z.B. mit Sibelius, Finale etc.). In einer Blockveranstaltung gegen Ende des Wintersemesters ist diese Ausarbeitung Gegenstand eines kurzen Einstudierungsversuchs.
Ps Musiktheorie in der Schule
Mittwoch, Beginn: 16:15, Dauer: 0:45, Raum L119
Bereich: Weiterführende Themen der Musiktheorie
Musiktheorie ist nicht gleich Musiktheorie. Das Wort kann musiktheoretische Forschung ebenso bezeichnen wie die sogenannten ›basics‹ der allgemeinen Musiklehre. In allgemein bildenden Schulen scheint ›schulbewährtes‹ musiktheoretisches Wissen zudem eine wichtige und von musiktheoretischer Forschung unabhängige Funktion zu erfüllen, da sich Unsinniges und lexikalisch Falsches zäh behauptet kann und sich auch in neuesten Schulbuch-Lehrwerken nachweisen lässt. Nach einer kurzen Einführung in eine grundsätzliche Problematik, die Luhmann als ›Technologiedefizit der Erziehungswissenschaften‹ bezeichnet hat, werden in diesem Seminar einerseits musiktheoretische Inhalte aktueller Schulpublikationen auf den fachwissenschaftlichen Prüfstand gestellt, andererseits Beispiele für alternative Konzepte gegeben, die zum Nachdenken über den Sinn und Unsinn von Musiktheorie in der Schule anregen sollen.
Ps Popformeln
Mittwoch, Beginn: 17:15, Dauer: 0:45, Raum L119
Bereich: Musik und Form
Die musiktheoretische Beschäftigung mit Populärer Musik stößt auf zahlreiche Schwierigkeiten. Zum Beispiel werden Fachbegriffe in der Regel äußerst ungenau gebraucht. Schwerpunkt des Seminars bilden Gliederungsanalysen verschiedener Songs (Mainstream-Rock, kein Hip Hop) mithilfe einer Software zur Visualisierung von Formverläufen (AnaVis). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Verwendung einer sinnvollen Terminologie zur Benennung von Formteilen zu diskutieren.