Mein Fachprofil
In Berlin (bis 2000) galt mein Hauptinteresse der Chorleitung. Eine sehr intensive und über zehnjährige Zusammenarbeit verband mich in dieser Zeit mit dem Consortium Musicum und dem von mir gegründeten Ensemberlino Vocale.
Das Schreiben von Konzertprogrammheften für die eigene Chorarbeit hat mich immer sehr interessiert. Die Herausforderung bestand darin, analytische Erkenntnisse und bibliographische Hintergrundinformationen für ein interessiertes Laienpublikum verständlich aufzubereiten. 1993 erwuchs aus dem Interesse, Texte über Musik zu schreiben, eine verstärkte Pulikationstätigkeit für den Bärenreiter-Verlag (z.B. Gehörbildung, Der vierstimmige Satz, Arrangieren und Instrumentieren).
Während - und auch noch kurz nach - meiner Chorleitungszeit in Berlin übernahm ich Verpflichtungen als Sänger (Tenor). Doch aufgrund einer Kehlkopfverletzung (Sportunfall) sowie letztendlich einer für den Sängerberuf ungeeigneten psychischen Disposition sind öffentliche Auftritte als Sänger heute selten.
Seit meiner Arbeit in München haben sich meine Arbeitsschwerpunkte immer mehr in den wissenschaftlichen und pädagogischen Bereich verschoben. Mein Fachverständnis prägt Unterricht, Betreuungen sowie Publikations- und Referententätigkeiten in gleicher Weise und hat seinen Niederschlag in zahlreichen Büchern und Aufsätzen sowie Lehrerfortbildungen gefunden.
Seit 2006 habe ich mich im Rahmen meines pädagogischen Engagements immer mehr mit Neuen Medien beschäftigt. Da es für den Bereich der Notation und des Sequenzings zahlreiche (proprietäre) Programme gibt, jedoch kaum geeignete Software für die musikalische Analyse, habe ich in dieser Zeit auch mit der Programmierung begonnen. Meine Hoffnung besteht darin, mittel- und langfristig Unterrichtssoftware selbst entwickeln zu können. In Zusammenarbeit mit meinem ehemaligen Kollegen, Freund und Lehrer Andreas Helmberger ist die Unterrichtssoftware AnaVis zur Visualisierung musikalischer Analysen entstanden.